The art as leverage

Gefördert durch Erasmus+ (KA2)
Projektdauer: 03/2021-02/2023
Zielgruppe: Junge Erwachsene mit geringer Literalität bzw. Grundbildung

Im Kontext unserer sich schnell verändernden Gesellschaft, in der auch Aufgaben, Hindernisse oder Schwierigkeiten immer komplexer werden, leisten kreative Fähigkeiten einen wesentlichen Beitrag dazu, lösungsorientiert zu denken und zu agieren. Gerade für junge Erwachsene mit geringer Literalität bzw. Grundbildung gehen diese neuen Herausforderungen auch mit Entwicklungsaufgaben einher, die weitere Übergänge in der Biografie bedeuten.

Um diesen und weiteren Anforderungen gerecht zu werden, soll im Projekt folgender Frage nachgegangen werden:

Auf welche Weise kann Kreativität zur persönlichen Entwicklung bei der Erreichung von Lebenszielen und Grundkompetenzen beitragen?

Das Projekt „the art of leverage“ erforscht neben klassischen Methoden zur Wissensvermittlung vorwiegend kreative Methoden zum Erwerb von Lese- und Schreibfähigkeiten sowie grundlegender Kompetenzen und Methoden, die zu einer besseren Verankerung des Gelernten führen.

Mithilfe einer soziokünstlerischen Methodik erlernen die Zielgruppen zunächst grundlegende Selbstkompetenzen hinsichtlich Selbstwahrnehmung und Selbstausdruck. Im Projekt betrachten wir die Zielgruppe der jungen Erwachsenen nicht nur als Lernende sondern auch als Person mit einer individuellen Biografie. Dabei spielen (Lern-)Fähigkeiten, Lernstile, Herkunft, Rollen in der Gesellschaft, persönliche Eigenschaften und Motivation eine wichtige Rolle. Prozessorientiert entwickeln Künstler*innen und Sozialarbeiter*innen gemeinsam mit der Zielgruppe Aktivitäten und Inhalte, die die kreativen Fähigkeiten und Selbstkompetenzen der Zielgruppe identifizieren und fördern, z.B. Talente entdecken, praktische/ kreativtechnische Weiterentwicklung. In dieser Co-Kreation sind alle gleichsam beteiligt, sowohl an Inhalten, Formen und Prozessen. Erst in dieser Auseinandersetzung kann sich echte kulturelle Teilhabe entwickeln, die den unterschiedlichen Meinungen und Hintergründen im kreativen Prozess Raum gibt. Die Teilnehmenden aus der Zielgruppe werden belastbarer; sie entdecken, entwickeln und fördern ihre Talente. Der künstlerische Prozess wird durch die Künstler*innen und der soziale Prozess durch die Soziarbeiter*innen in einer einzigartigen Zusammenarbeit angeleitet. Sie erforschen den Raum des anderen und schaffen auf diese Weise einen gemeinsamen Bezugsrahmen, aus dem heraus Kunst geschaffen wird. Auf diese Weise werden sie zu Vertrauten, die unter dem Impuls der gegenseitigen Kreativität zusammenwachsen.

Übergeordnetes Ziel ist es, diese neue Bildungsformen im Kontext einer partizipativen und integrativen Gesellschaft voranzubringen, damit Organisationen, Agenturen, Regierungen und andere Akteure zu inspirieren sowie die Erkenntnisse des Projektes auch an Entscheidungsträger aus Bildungspolitik, Bildungsarbeit und sozialer Arbeit heranzutragen und strukturell zu verstetigen um damit nachhaltige Veränderungen in den Beziehungen zwischen (Kunst-) Institutionen und anderen Sektoren zu initiieren.

Projektpartner:

Kontakt:

Beschäftigung und Bildung e.V.
Paul-Ehrlich-Str. 3
22763 Hamburg
Tel. 040 / 65 90 90 -829
E-Mail: denise.kappe@bb-hamburg.de